traumfaenger

 

 

Vor langer langer Zeit,als Mensch und Tier noch eine gemeinsame Sprache hatten, lebte ein kleiner Junge mit seiner Großmutter in einer kleinen Hütte am Rande eines Waldes. Die Großmutter hatte sich des Jungen angenommen, nachdem dessen Eltern bei der Jagd zu Tode kamen. Recht und schlecht schlugen sich die Beiden durchs Leben.

Joschu, so hieß der kleine Junge, hatte Nachts kaum Ruhe, denn böse Träume suchten ihn heim.

Die Großmutter machte sich Sorgen um ihren Enkel und überlegte, wie sie ihm denn helfen könnte.

Wie es der Zufall wollte, hörte sie von dem Uhu, dass es im Sonnental eine sehr, sehr weise Spinne geben sollte, die schon vielen Menschen in der Not geholfen hatte.

Die Großmutter nahm Joschu bei der Hand und sie machten sich auf den Weg zum Sonnental.

Doch es war nicht einfach die Spinne zu finden. Sie mußten sich durchfragen und machten dabei viele Umwege. Völlig erschöpft fanden die Beiden dann am 4. Tag die weise Spinne. Sie ruhten sich aus und die Großmutter erzählte der Spinne von Joschu's  schlimmen Träumen.

Die Spinne wiegte den Kopf leise und bedächtig und schaute Joschu dabei fest in die Augen.

Dann sprach sie:

"Geht heim, oder bleibt hier. In 3 Tagen werde ich euch ein Geschenk geben."

Die Großmutter entschied sich dafür, heim zu gehen, um dann in drei Tagen mit Joschu das Geschenk in Empfang zu nehmen.

Die Spinne aber ging ans Werk, um etwas entstehen zu lassen, was Joschu die bösen Träume nehmen sollte. Sie rief die Webervögel zu sich und bat sie, Gras und kleine Zweige zu einem festen Ring zu knoten und ihn dann, zu ihr zu bringen.

Sie selbst begann, ein Netz zu spinnen, denn sie wußte, dass böse Träume nur durch gerade Linien kommen konnten. Durch ihr Spinnennetz aber, mit den unregelmäßigen Linien würde es den bösen Träumen nicht gelingen durchzuschlüpfen. Sie würden dort hängen bleiben.

Die Webervögel hatten geschickt einen festen Ring aus Gras und kleinen Zweigen geknotet und die Spinne setzte dort ihr Netz hinein und verspann es mit dem Ring. Die Tiere des Waldes, des Wassers und der Luft hatten vom Vorhaben der Spinne gehört und um dem Zauber die nötige Kraft zu geben, brachten sie der Spinne Geschenke. Die Seepferdchen brachten Muscheln. (die Kraft des Wassers)

Der Maulwurf brachte Schätze der Erde - Kristalle und Perlen

Der Adler brachte seine schönsten Federn - weiche Daunen - die Kraft der Luft.

Die Spinne und die Webervögel befestigten alle diese Schätze an dem Ring mit dem Spinnennetz. Sie staunten, was sie alle in gemeinsamer Arbeit geschaffen hatten -

EINEN TRAUMFÄNGER

Joschu und seine Großmutter nahmen dieses kostbare Geschenk der Tiere in Empfang und bedankten sich bei allen.

Joschu hing den Traumfänger über sein Bett - und seit dieser Zeit besuchen ihn nur noch

die guten Träume.

 

Seit dieser Zeit, haben sehr, sehr viele Menschen einen Traumfänger - Die Tiere, die dieses Wunder einmal vollbrachten, sind längst in Vergessenheit geraten, aber der Traumfänger hat seine Bedeutung nicht verloren.

 





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